Haarbruch vermeiden: Tipps für weniger Haarbruch

Haarbruch vermeiden: Tipps für weniger Haarbruch

Haarbruch zu vermeiden ist wichtig, weil du damit die Haarfaser im Alltag gezielt schützt und dein Haar sichtbar stabiler, glatter und gepflegter hältst. Auf dieser Seite bekommst du eine klare Orientierung zu den häufigsten Ursachen und zu einer Routine, die Waschen, Pflege, Bürsten, Styling und Nachtpflege alltagstauglich macht.

Du erfährst, woran du gebrochene Haare erkennst und wie sie sich von Spliss und Haarausfall unterscheiden. Außerdem geht es darum, welche Belastungen das Haar besonders schwächen, etwa Hitze, Reibung, chemische Behandlungen, falsches Entwirren, trockene Struktur oder innere Faktoren wie Hormonveränderungen und Nährstoffmangel.

Dazu kommen konkrete Schritte für deine Pflege im Alltag: mild waschen, die Kopfhaut richtig reinigen, passende Rückfettung nutzen, brüchige Längen mit Conditioner oder Kur unterstützen und beim Kämmen, Föhnen und Schlafen unnötige Zugkräfte vermeiden. Ein Beispiel dafür ist blondiert geschädigtes Haar, das deutlich mehr Schutz und schonende Pflege braucht als unbehandeltes Haar.

Wenn du die wichtigsten Auslöser kennst und deine Routine passend anpasst, kannst du Haarbruch spürbar reduzieren und dein Haar im Alltag langfristig entlasten.

Was ist Haarbruch – und woran erkennst du ihn?

Haarbruch ist kein normales Ausfallen, sondern ein mechanisches Abknicken oder Abbrechen der Haarfaser entlang der Länge. Das verkürzt die Haarlänge, lässt die Oberfläche stumpf wirken und entsteht meist durch Reibung, Hitze oder Pflegefehler. Spliss sitzt vor allem an den Spitzen, Haarausfall betrifft die Wurzel. Gebrochene Haare fallen eher als kurze, fransige Strähnen, abstehende Härchen oder ungleichmäßige Längen auf.

Woran du ihn im Alltag erkennst

Haarbruch zeigt sich oft beim Kämmen, Stylen oder nach dem Waschen. Typisch sind viele kurze Haare am Scheitel, am Haaransatz oder in den Längen, die sich nicht einfügen, sondern abstehen. Wirkt eine Strähne trotz ähnlicher Ausgangslänge plötzlich dünner, steckt meist eine geschwächte Faser dahinter. Das Haar meldet sich selten höflich an, es macht eher leise kaputt.

Warum die Abgrenzung zählt

Die Unterscheidung hilft dir, die Ursache richtig einzuordnen und Haarbruch gezielt zu vermeiden. Wer Spliss mit Haarbruch verwechselt, behandelt oft nur die Spitze und übersieht Belastungen durch Hitze, Reibung oder chemische Behandlungen. Genau dort beginnt das eigentliche Problem, nicht am Ende des Haares, sondern tief in seiner Struktur.

Was verursacht Haarbruch am häufigsten?

Haarbruch entsteht meist, wenn die Haarfaser innen austrocknet und außen mechanisch oder chemisch beschädigt wird. Die American Academy of Dermatology nennt Hitze, häufiges Styling und zu grobes Bürsten als typische Treiber. Genau diese Mischung schwächt das Haar so weit, dass es leichter reißt. Feines, lockiges oder stark poröses Haar bricht schneller, weil die Struktur weniger Schutz bietet und Belastung schlechter verteilt.

Warum Waschen, Reibung und Bürsten so viel Schaden anrichten

Zu häufiges oder aggressives Waschen entfernt Lipide, die die Haaroberfläche geschmeidig halten, und trocknet die Faser aus. Reibung am Handtuch, am Kissen oder unter Mützen schabt die Schuppenschicht an. Falsches Bürsten zieht an geschwächten Stellen, und genau dort beginnt später der Bruch. Wer Haarbruch vermeiden will, muss deshalb nicht weniger Pflege machen, sondern mechanischen Stress konsequent senken, damit das Haar nicht schon beim Alltag mit Protest reagiert.

Wie Hitze und Chemie die Haarfaser schwächen

Hitze entzieht dem Haar Wasser und verändert die Proteinstruktur, Bleichen, Dauerwellen und starke Färbungen greifen zusätzlich die innere Festigkeit an. Das Problem ist nicht ein einzelner Styling-Tag, sondern die Summe kleiner Schäden, bis die Faser spröde wird und an den belasteten Punkten abknickt. Trockene Haarstruktur, Hormonveränderungen und Nährstoffmangel verschärfen das, weil sie Wachstum und Elastizität reduzieren und das Haar noch angreifbarer machen.

Wie du Haare beim Waschen und in der Pflege schonst

Waschen und Pflegen entscheiden oft schneller über Haarbruch als ein neues Shampoo-Label. Wenn du brüchiges Haar hast, wasche es eher 2 bis 3 Mal pro Woche, massiere Shampoo nur in die Kopfhaut und nutze bei Bedarf ein mildes, rückfettendes Produkt gegen das Spannungsgefühl. Danach zählen Conditioner, Kur und Bond-Repair, weil geschädigte Längen sonst weiter Wasser verlieren und beim Kämmen schneller reißen. Kein Wunder, dass Haare da irgendwann beleidigt reagieren.

1. Waschfrequenz und Shampoo richtig setzen

Zu häufiges Waschen trocknet die Längen aus, deshalb brauchen brüchige Haare Pausen. Shampoo gehört an die Kopfhaut, denn dort sitzen Talg und Rückstände, während die Längen beim Ausspülen ohnehin genug gereinigt werden.

2. Milde Reinigung mit leichter Rückfettung

Milde, rückfettende Shampoos helfen, wenn das Haar stumpf und strohig wirkt. Sie nehmen dem Waschen das quietschige Entfetten und lassen die Schuppenschicht ruhiger liegen, was Haarbruch im Alltag leichter vermeidet.

3. Pflege für trockene und blondierte Haare

Pflege nach dem Waschen ist kein Luxus, sondern Schutz vor Reibung. Conditioner glättet, eine Kur liefert mehr Lipide und Feuchtigkeit, und Bond-Repair-Produkte stützen stark geschädigte Bindungen in blondierten Längen. Gute Anti-Haarbruch-Pflege enthält Glycerin, Panthenol, Ceramide, Fette und reparierende Proteine. No Poo ist nur sinnvoll, wenn die Kopfhaut kaum Fett produziert und Wasser allein wirklich sauber reicht. Bei starken Rückständen macht es Trockenheit eher noch schlimmer und lässt das Haar unnötig störrisch werden.

Bürsten, Kämme und Entwirren ohne Bruch

Haarbruch vermeidest du am besten, wenn du langsam entwirrst, nasse Längen nicht grob ziehst und Werkzeuge mit glatten, flexiblen Zinken nutzt. Nasses Haar ist empfindlicher, weil die Schuppenschicht aufquillt und die Faser leichter reißt. Darum bearbeitest du es mit viel Gleitschutz und von den Spitzen nach oben. Für trockenes Haar sind Naturborsten oder weiche Bürsten oft sanfter, solange sie sauber bleiben, sonst wandern Talg, Staub und Knoten fröhlich im Kreis durch dieselben Strähnen.

1. Sanft entwirren statt reißen

Geduld ist hier der eigentliche Gamechanger, denn Zug schädigt die Haarfaser schneller als jede einzelne Bürste. Arbeite in kleinen Partien, halte die Strähne über dem Knoten fest und löse zuerst die Spitzen. Weiche Haargummis ohne Metallkante helfen zusätzlich, weil sie keine scharfen Bruchstellen setzen.

2. Das richtige Werkzeug wählen

Flexibel borstige Bürsten federn Druck ab und reduzieren den Zug an der Kopfhaut. Kämme mit weit stehenden Zähnen sind für feuchtes Haar meist schonender als feine Bürsten, weil sie Knoten nicht brutal verdichten. Naturborsten verteilen Fett im trockenen Haar gleichmäßiger und glätten die Oberfläche, was die Reibung senkt.

3. Reinigung nicht vergessen

Bürsten und Kämme sollten regelmäßig gereinigt werden, weil Produktreste und Staub die Gleiteigenschaft verschlechtern. Ein schmutziges Werkzeug verhakt mehr Haar und erhöht so die Reibung bei jedem Bürstenzug. Wer Haarbruch vermeiden will, denkt deshalb nicht nur an das Entwirren, sondern auch an sauberes Werkzeug, damit die Pflege nicht im Bürstenbett stecken bleibt.

Hitze, Föhnen und Styling ohne unnötige Schäden

Zu viel Hitze macht die Haarfaser spröde, weil Wasser aus dem Schaft gezogen wird und die Schuppenschicht aufreißt. Das erhöht Haarbruch sofort, besonders bei nassem Haar. Schonendes Föhnen bei mittlerer Temperatur, Hitzeschutz und genug Abstand reduzieren den Schaden deutlich, während Blondierungen, Dauerwellen und permanente Glättungen die Struktur zusätzlich chemisch schwächen. Brüchiges Haar sollte Hitzestyling nur selten bekommen, sonst sammelt sich der Verschleiß schneller an, als du ihn wegpflegen kannst. Die Haare merken sich eben jeden kleinen Sauna-Ausflug.

Schonender trocknen, statt das Haar zu grillen

Der größte Fehler ist Föhnen auf höchster Stufe direkt am Haaransatz, denn hohe Temperatur plus Reibung brechen die Fasern besonders an den Spitzen. Besser ist lauwarme Luft, ein Abstand von etwa 15 Zentimetern und das Trocknen, bis das Haar nur noch leicht feucht ist. Ein Hitzeschutzfilm kann die Oberflächenbelastung senken und gehört vor jedes Styling.

Warum Blondierung und Glättung so hart zuschlagen

Blondierung löst Pigmente und greift dabei die innere Haarstruktur an, darum fühlt sich aufgehelltes Haar oft rau an und reißt leichter. Dauerwellen und permanente Glättungen verändern die Bindungen im Haar chemisch; nach einer Färbung oder Blondierung hilft deshalb eine Pause ohne Hitze, reichlich Pflege und vorsichtiges Entwirren, damit Haarbruch gar nicht erst zur neuen Routine wird.

Was im Alltag und nachts zusätzlich hilft

Experten sind sich weitgehend einig: Haarbruch entsteht oft dort, wo Reibung, Zug und Trockenheit zusammenkommen. Die American Academy of Dermatology empfiehlt deshalb sanfte Routinen statt harter Mechanik. Das ist kein Wellness-Kitsch, sondern Physik. Je weniger das Haar an Stoff, Bürsten und Gummibändern scheuert, desto seltener reißt die Faser. Entscheidend ist dabei nicht nur das Waschen, sondern auch das Trocknen, Schlafen und Fixieren.

Wie du Reibung nachts senkst

Nachts schützt ein glatter Stoff, weil er die Zugbelastung am Kopf deutlich reduziert und Haarbruch vermeiden hilft. Seiden- oder Satin-Kissenbezüge und eine satinartige Schlafhaube mindern die Reibung, besonders bei langen oder trockenen Haaren, die sonst stundenlang am Kissen arbeiten. Ein kleiner Stoffwechsel für die Nacht, der am Morgen ziemlich viel Ärger spart.

Warum locker binden besser ist

Stark gespannte Frisuren belasten Haarwurzel und Längen gleichzeitig, vor allem enge Pferdeschwänze, fest geflochtene Zöpfe und straffe Dutts. Besser ist es, die Haare nur locker zusammenzubinden und erst im trockenen Zustand zu fixieren, weil nasses Haar empfindlicher ist und sich leichter dehnt.

Was im Alltag den Unterschied macht

Schonendes Trocknen beginnt mit einem Baumwoll-T-Shirt statt mit dem Handtuch, weil grobe Frottierschlingen die Schuppenschicht aufrauen. Im Alltag hilft außerdem, nasse Haare nicht kräftig zu rubbeln, Reibung an Kragen und Schals zu senken und beim Sport auf weiche, nicht zu enge Bindungen zu setzen. Wer diese kleinen Stellen im Blick behält, reduziert genau die Alltagsreibung, die sich sonst heimlich aufsummiert.

Wie sieht gute Vorbeugung bei Kindern, Männern und besonderen Haartypen aus?

Vorbeugung hängt stark von Alter, Haarstruktur und Belastung ab, und genau das zeigt die Dermatologie der American Academy of Dermatology ziemlich deutlich: Haarbruch entsteht meist dort, wo Reibung, Zug oder chemische Behandlung zusammenkommen. Feines, lockiges, blondiertes oder stark strapaziertes Haar braucht deshalb keine Standardroutine, sondern eine passende Pflege, denn bei Haarbruch vermeiden zählt die richtige Entlastung mehr als jede Wunderlösung. Bei Kindern und Männern kommen oft noch Kämmen, kurze Pflegefenster und reine Mechanik dazu, das Haar hat also wenig Zeit für Drama.

Feines, lockiges, blondiertes und stark strapaziertes Haar

Feines Haar bricht schneller, weil es weniger Durchmesser und damit weniger Reserven gegen Zug hat. Lockiges Haar reagiert empfindlich, weil die Biegungen beim Bürsten stärker belasten. Blondiertes Haar braucht mehr Schutz, weil chemische Aufhellung die Faser porös macht. Stark strapaziertes Haar profitiert von wenig Hitze, sanftem Entwirren und Pflege mit Lipiden oder Proteinen, damit die Oberfläche glatter bleibt.

Kinder und Männer: kurz, aber konsequent pflegen

Bei Kindern zählt vor allem wenig Reibung: weiche Bürsten, lockere Frisuren und kein grobes Ziehen beim Waschen. Bei Männern entsteht Haarbruch oft durch häufiges Föhnen, harte Stylingprodukte oder enge Kopfbedeckungen. Deshalb helfen ein schonender Umgang mit nassem Haar und regelmäßige Pflege auch bei kurzem Schnitt. Entscheidend ist nicht viel Aufwand, sondern konstant wenig Stress fürs Haar, und genau da trennt sich gepflegt von „mal eben mit Schwung durch“.

Wann Pflege allein nicht mehr reicht

Wenn Haarbruch trotz angepasster Pflege bleibt, kahle Stellen dazukommen oder Kopfhautjucken, Rötung und Schuppen auftreten, brauchst du ärztlichen Rat. Die American Academy of Dermatology, kurz AAD, nennt solche Warnzeichen ausdrücklich als Anlass für eine Abklärung. Bei stark chemisch geschädigtem Haar hilft oft der Friseur, weil kaputte Längen meist nur durch sauberes Schneiden und schonende Behandlung wieder etwas Ruhe bekommen. Nahrungsergänzungsmittel sind nur dann sinnvoll, wenn ein Mangel vorliegt. Ohne Diagnose bringen sie meist wenig und kosten eher Zeit, in der sich das Problem verschlimmern kann.

Wenn der Bruch nicht stoppt

Dann zählt keine Geduld, sondern eine Diagnose. Bleibt der Haarbruch trotz mildem Shampoo, weniger Hitze und mehr Feuchtigkeit bestehen, steckt oft mehr dahinter als trockene Spitzen. Dann geht es um Kopfhaut, Entzündung oder einen Nährstoffmangel, der nicht mit gutem Willen allein verschwindet.

Wann der Friseur wichtig wird

Hier entscheidet der Schnitt über den weiteren Schaden. Blondierung, Dauerwelle oder Relaxer machen Haare spröde; regelmäßiges Kürzen nimmt die brüchigsten Partien raus und verhindert, dass der Schaden weiter nach oben wandert. Ein guter Schnitt ist eben manchmal die unromantischste, aber wirksamste Pflege.

Supplements richtig einordnen

Hier ist Zurückhaltung sinnvoll. Eisen, Zink oder Vitamin D helfen nur bei nachgewiesenem Mangel, sonst bleibt der Effekt auf Haarbruch gering und unnötige Präparate können Nebenwirkungen machen. Besser ist ein klarer Befund als ein buntes Kapselbuffet.

Warum Haarpflege immer auch mit Gesundheit zusammenhängt

Haarbruch zu vermeiden ist kein Kosmetikdetail, sondern eine Frage von Belastbarkeit, Versorgung und Alltag. Die American Academy of Dermatology beschreibt Haar als besonders anfällig, wenn Hitze, Chemie und mechanische Reibung zusammenkommen, und genau dort kippt Pflege schnell in Schaden. Kompliziert wird es, weil auch Ernährung, Kopfhaut und Schlaf mit hineinspielen, nicht nur das Shampoo.

Was den Unterschied zwischen Pflege und Stress für das Haar macht

Gesundes Haar braucht eine intakte Schuppenschicht, genug Feuchtigkeit und eine Kopfhaut, die nicht ständig gereizt ist. Wer nasses Haar grob bürstet, enge Frisuren trägt oder regelmäßig hohe Temperaturen nutzt, erhöht die Bruchgefahr deutlich. Ein bisschen Schonung wirkt da oft Wunder, auch wenn das Badezimmerregal natürlich gerne etwas anderes behauptet.

Warum der Alltag mehr zählt als ein einzelnes Produkt

Der Alltag entscheidet oft härter als das Etikett auf der Flasche. Weniger Reibung durch Handtuch, Kissen und Bürste, dazu ausreichend Protein, Eisen und Zink, stabilisiert die Haarfaser langfristig. So wird aus Pflege kein Ritual für die Badewanne, sondern ein Gesundheitsfaktor, der dir später Frust, Spliss und unnötigen Haarbruch erspart und den Boden für die richtige Routine bereitet.

Häufige Fragen zu Haarbruch vermeiden

Woran erkenne ich Haarbruch im Unterschied zu Spliss oder Haarausfall?

Haarbruch zeigt sich meist durch viele kurze, abgebrochene Haare, fransige Spitzen und ein insgesamt unruhiges, stumpfes Haarbild. Im Unterschied dazu ist Spliss eine Aufspaltung des Haarendes, während beim Haarausfall die Haare mitsamt Wurzel ausfallen und in Bürste, Abfluss oder Scheitel sichtbar weniger werden. Wenn dir vor allem unterschiedlich lange, abgebrochene Haarstücke auffallen, spricht das eher für Haarbruch als für Haarausfall.

Wie oft sollte man Haare waschen, wenn sie zu Haarbruch neigen?

So oft wie nötig, so schonend wie möglich. Bei brüchigem Haar ist eine zu aggressive Reinigung meist problematischer als ein etwas häufigeres Waschen. Viele kommen mit 2 bis 3 Wäschen pro Woche gut zurecht, bei sehr trockenem oder lockigem Haar auch seltener. Wichtig ist vor allem, dass du die Kopfhaut sanft reinigst und Längen nur mit dem auslaufenden Schaum belastest.

Sollte man nasse Haare bürsten oder lieber warten?

Nasses Haar ist empfindlicher und reißt leichter, deshalb ist Warten oft die schonendere Lösung. Wenn du feuchtes Haar entwirren musst, geh besonders vorsichtig vor, nutze am besten einen grobzinkigen Kamm oder eine sehr flexible Bürste und arbeite dich langsam von den Spitzen nach oben. Stark verknotetes Haar solltest du nie mit Druck durchziehen.

Welche Haarbürsten und Kämme sind bei brüchigem Haar am schonendsten?

Am schonendsten sind Bürsten mit flexiblen, gut gleitenden Borsten und Kämme mit weit auseinanderliegenden, abgerundeten Zinken. Für trockenes, empfindliches Haar können weiche Naturborsten oder entwirrende Bürsten mit nachgiebigen Borsten sinnvoll sein, solange sie nicht zu hart über die Längen ziehen. Entscheidend ist, dass das Tool gut durch das Haar gleitet und wenig Zug erzeugt.

Wie kann man Haarbruch durch Hitze-Styling reduzieren?

Reduzieren lässt sich das Risiko vor allem durch weniger Temperatur, kürzere Einwirkzeit und konsequenten Hitzeschutz. Föhne und Glätteisen sollten nicht auf höchster Stufe laufen, und das Haar sollte vor dem Styling möglichst schonend angetrocknet sein. Halte das Gerät in Bewegung, arbeite nicht zu dicht am Haar und vermeide mehrmaliges Übergehen derselben Strähne.

Wie oft sollte man Hitzestyling bei brüchigem Haar nutzen?

Am besten nur so selten wie möglich. Wenn dein Haar bereits brüchig ist, solltest du Hitzestyling eher als Ausnahme behandeln und nicht als tägliche Routine. Je häufiger du hohe Temperaturen nutzt, desto größer wird das Risiko für Feuchtigkeitsverlust, Strukturbruch und dauerhaft spröde Längen.

Hilft Haaröl gegen Haarbruch in den Spitzen?

Haaröl kann die Spitzen geschmeidiger machen und Reibung etwas reduzieren, aber es repariert gebrochene Haarfasern nicht. Es ist vor allem als Schutz und Pflege für trockene Längen sinnvoll, besonders in kleinen Mengen auf die Spitzen. Gegen bereits vorhandenen Haarbruch hilft es eher unterstützend als ursächlich.

Sind Silikone in Spülung oder Haarkur eher problematisch bei Haarbruch?

Nicht automatisch. Silikone können die Haaroberfläche glätten, Reibung verringern und dadurch brüchiges Haar vor weiterer mechanischer Belastung schützen. Problematisch werden sie nur dann, wenn sich durch ein ungeeignetes Produkt die Haare beschwert oder stumpf anfühlen. Für viele geschädigte Haare können sie in Spülung oder Kur durchaus sinnvoll sein, solange die restliche Pflege zur Haarstruktur passt.

Kann man Haarbruch mit milden, rückfettenden Shampoos vorbeugen?

Ja, das kann helfen, vor allem bei trockenem, empfindlichem oder chemisch geschädigtem Haar. Milde, rückfettende Shampoos reinigen die Kopfhaut, ohne die Längen unnötig auszutrocknen, und können das Spannungsgefühl nach dem Waschen reduzieren. Wichtig ist trotzdem, Shampoo eher an der Kopfhaut anzusetzen und die Längen nicht unnötig stark zu rubbeln.

Welche Frisuren belasten das Haar besonders stark?

Belastend sind vor allem sehr straffe Frisuren wie enge Zöpfe, stramme Dutts, Cornrows oder häufig fest gebundene Pferdeschwänze. Auch Frisuren mit viel Zug am Haaransatz oder mit harten Haargummis fördern Haarbruch. Schonender sind lockere Bindungen, weiche Haargummis und Frisuren, die nicht dauerhaft an derselben Stelle ziehen.

Welche Rolle spielen innere Ursachen wie Hormonveränderungen oder Nährstoffmangel bei Haarbruch?

Innere Ursachen können die Haarqualität deutlich mit beeinflussen. Hormonveränderungen, ein Mangel an Eisen, Zink, Protein oder anderen wichtigen Nährstoffen sowie starke Belastungsphasen können das Haar trockener, feiner oder anfälliger für Bruch machen. Wenn Haarbruch trotz guter Pflege bleibt oder sich mit allgemeiner Erschöpfung, Haarausfall oder anderen Beschwerden verbindet, lohnt sich der Blick auf die innere Ursache.

Wann sollte man bei anhaltendem Haarbruch ärztlichen Rat suchen?

Wenn der Haarbruch trotz angepasster Pflege weiter deutlich zunimmt, kahle Stellen dazukommen oder die Kopfhaut juckt, schuppt, schmerzt oder sich entzündet anfühlt, ist ärztlicher Rat sinnvoll. Auch bei plötzlich stärkerem Haarbruch nach Krankheit, Medikamentenwechsel, Hormonveränderungen oder Verdacht auf Nährstoffmangel solltest du das abklären lassen. So lassen sich medizinische Ursachen früh erkennen und gezielt behandeln.

Welche Pflege-Routine eignet sich für fein, lockig oder blondiert geschädigtes Haar?

Feines Haar braucht meist leichte Pflege, damit es nicht beschwert wird, aber trotzdem vor Reibung geschützt bleibt. Lockiges Haar profitiert oft von mehr Feuchtigkeit, sanftem Entwirren und möglichst wenig Trockenrubbeln, weil die Struktur von Natur aus empfindlicher ist. Blondiert oder chemisch geschädigtes Haar braucht besonders viel Schonung, milde Reinigung, reichhaltige Spülung oder Kur und möglichst wenig Hitze und Zug. Entscheidend ist immer, dass die Routine zu Porosität, Dicke und Belastung deines Haares passt.

Wann reicht Pflege nicht mehr aus und ein Friseurbesuch ist nötig?

Wenn die Spitzen trotz guter Pflege weiter aufbrechen, das Haar sich strohig anfühlt oder sich einzelne Partien kaum noch retten lassen, ist ein Schnitt oft die sinnvollste Lösung. Bei stark blondiertem oder chemisch geschädigtem Haar kann auch eine professionelle Einschätzung helfen, damit du nicht dauerhaft gegen bereits geschädigte Längen anpflegst. Ein Friseurbesuch ist besonders dann sinnvoll, wenn du Strukturbruch, sehr viele Splissstellen oder eine insgesamt ungleichmäßige Haarqualität bemerkst.

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